Artistic Research im kunstpädagogischen Kontext

Seminar zur Entwicklung und Umsetzung eines eigenständigen, künstlerischen und kunstpädagogischen Projektes
 

Wintersemester 2020/2021

Das Seminar ist geöffnet für Studierende aller Kunstlehrämter, der Kunstgeschichte, Sozialen Arbeit, BAStEI, Musik und Architektur.

Das Seminar beleuchtet das Verhältnis von Kunst und wissenschaftlicher Forschung aus der kunstdidaktischen Perspektive. Das Ausloten von Gemeinsamkeiten und Unterschieden ist seit den 1970-er Jahren ein fruchtbar verhandeltes Thema in Kunst und Wissenschaften. Die Übernahme von Strategien und Denkweisen und die Reflexion der Wissensformen der verschiedenen Disziplinen hat in der Kunst zu dem eigenen Feld der ´Artistic Research´ geführt. In der Kunstpädagogik hat Helga-Kämpf-Jansens Konzept der ´Ästhetischen Forschung´ die Strategien und Methoden im Kunstunterricht prägend verändert. Inzwischen haben sich in der Kunstpädagogik verschiedene Konzeptionen der künstlerischen Forschung als Methode im Unterricht entwickelt. Für die Kunstpädagogik als Disziplin zwischen Kunst und Wissenschaft stellt sich die Frage, ob kunstpädagogische Prozesse objektivierbar oder messbar sind.

Im Seminar gehen wir gemeinsam den Fragen nach: Welche Form von Erkenntnisgewinn ist durch die künstlerische Tätigkeit möglich? Welche Rolle spielt künstlerisches Forschen als Methode im Kunstunterricht? Inwiefern ist die Lehre der Kunst lehrbar und erforschbar? In welchem Verhältnis stehen Kunst, kunstpädagogische Praxis und Forschung?

Als gemeinsame Arbeitsmethode und praktisch-theoretische Aufgabe ist eine kunstpädagogische Forschung geplant, die sich an künstlerischen Arbeitsprozessen orientiert.

Unter dem Aspekt der inklusiven Bildung wird es Einblicke in empirisches Material (Fotografien, Malerei, Skizzen, Interviews von Jugendlichen) geben.

 

Hinweise:

Der geplante Projekttag mit Museumsbesuch wird durch eine digitale Veranstaltung ersetzt. Im Rahmen der Veranstaltung SEARCH TERM II (Kooperation mit den Lehrveranstaltungen von Anne Röhl (Kunstgeschichte) und Sebastian Freytag (Kunstpraxis / Malerei) zeigen wir uns aktuelle digitale Ausstellungen, die die Museen auf der ganzen Welt bereitstellen und diskutieren deren Kunst und Präsentationsform.